Folsäure – Erfahre die bedeutung dieses wichtigen Vitamins für deinen Körper

Geht man in einer Drogerie an der Wand mit den Nahrungsergänzungen vorbei, ist ein Vitamin stärker Vertreten als jedes andere. Folsäure wird überall am präsentesten als Inhaltsstoff angepriesen. Auch Lebensmitteln werden mit dem Enthalten dieses Vitamins beworben. In Zeitschriften heben Lebensmittel besonders als gesund hervor, weil sie viel Folsäure enthalten. Aber Was ist dieses Vitamin und warum ist es denn so wichtig?

Folsäure - vitamin b9

Als Folat ist die Folsäure ein wasserlösliches Vitamin. Es gehört zu den B-Vitaminen. Deswegen bietet man entsprechende Nahrungsergänzungen im Verbund mit anderen B-Vitaminen an.

Folsäue wird auch Vitamin B9,  unübluch auch Vitamin M oder Vitamin B11 genannt. Wichtig ist, dass man Vitamin B9 nur über die Ernährung   aufgenommen dem Körper zur verfügung gestellt werden kann. Der Körper kann Vitamin B9 nicht selber hergestellen.

Wird dieses essenziele Vitamin also nicht mit der Nahrung aufgenommen, kann es seine wichtigen Funktionen beim Stoffwechsel, Wachstum und Zellteilung wie z.B. der Blutbildung nicht erfüllen. Jeder Mensch sollte also auf eine ausreichende Versorgung achten, auch wenn einem die auf den Ergänzungsmitteln angepriesenen, schönen Findernägel erstmal egal sind.

 

Wo kommt Folsäure natürlich vor?

Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure ist theoretisch auch über natürliche Nahrung gut zu erreichen. Hervorragende Quellen sind die verschiedenen Kohlsorten wie Brokkoli, Blumenkohl oder Rosenkohl. Vitamin B9 macht auch unsere Pistazie gesund.

Ebenfalls ist viel Vitamin B9 enthalten in Spargel, Tomaten, Orangen, Vollkornbackwaren, Weizenkeime, Kartoffeln und Sojakeimen. Nicht Vegetarische Quellen sind Beispielsweise Käse, Eier und Leber.

Nicht zu vergessen sollte man die namensgebenden grünen Nahrungsmittel. Folium stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Blatt. So verwundert es nicht, dass in Sommersalaten und anderem Blattgemüse wie Spinat ebenfalls große Mengen Folsäure enthalten sind.

Chemische Zusätze von Folsäure

Viele Hersteller von Lebensmittel mischen synthetisch hergestellte Folsäure in ihre Produkte bei.  Oft findet man das in Speisesalz oder Säften. Nicht wenige greifen auch auf die Vitamin-B-Präparate aus der Drogerie zurück. Hier sollte aber nicht zu unbedacht gehandelt werden. Während bei der natürlichen Einnahme keine Nebenwirkungen durch starken Konsum beobachtet werden konnte, sieht es bei künstlicher Folsäure anders aus.

Bei einer Überdosierung können Nebenwirkungen auftreten, die sich mit einem Vitamin B-12-Mangel decken. Man empfiehlt aus diesem Grund  nicht mehr als 1000 Mikrogramm pro Tag einzunehmen. Da die handelsüblichen Präparate an die empfohlene Tagesdosis richten und diese weit niedriger ist, sollte bei normaler Anwendung keine Probleme auftreten.

Wieviel Folsäure am Tag?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat klare Empfehlungen über die Tagesdosis für Folsäure ausgesprochen. Für Erwachsene und Kinder ab 13 Jahre sollten es 300 Mikrogramm sein. Schwangere haben einen wesentlich erhöhten Bedarf: Es wird empfohlen 450 Mikrogramm pro Tag aufzunehmen.  Daher legen Frauenärzte eine Supplementierung dieses Vitamins nahe.

Im Fall einer Schwangerschft sollte man aber auf jeden Fall zuerst mit seinem Frauenarzt über die Dosierung gesprochen haben.

Bei Kindern liegt die Tagesdosis weit geringer. Eltern können ohne weiteres den Bedarf ihrer Kinder über eine gesunde und bewusste Ernährung vollkommen deckten.

Die Folsäuregehalt vieler Präparate liegt weit über den Empfehlungen für Kinder der DGE. Die Präperate sind daher nicht uneingeschränkt für Kinder zu empfehlen.

Auch Erwachsene sollten bei einer Ergänzung beachten, dass diese auch Folsäure über ihre täglichen Mahlzeiten aufnehmen.

 

Welche Folgen hat ein Mangel an Folsäure

Viele Menschen in Deutschland erreichen die empfohlene Einnahme von Vitamin B9 nicht erreicht. Da die tägliche Zufuhr von 300 Mikrogramm pro Tag nicht erreicht wird, fordern einige Ärzte und Gesundheitspolitiker sogar eine gesetzliche Regelung, wonach Mehl Folsäure angereichert werden soll.

Durch Alkoholkonsum steigt der Folsäurebedarf und es tritt oft ein Mangel auf. Auch durch Erkrankungen des Dünndarms und Leber oder auch durch die Einnahme von Verhütungsmitteln bei Frauen können zusätzlich Mängel entstehen.

Ein gravierendes Symptom bei Erwachsenen ist Blutarmut. Wegen seiner Bedeutung bei der Zellreifung, -differenzierung und -teilung führt ein Mangel an Folsäure zu dieser megalobstären Anämie. Dieses Feld ist heute ein Forschungsgebiet vieler Universitäten.

Ebenfalls empfiehlt man schon zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose auf eine Ausreichende Versorgung mit Folsäure zu achten. Auch wenn die Wirkung von Folsäure in diesem Bereich weniger Untersucht sind als bei der Blutbildung.

 

vitamin b9

Eine vielfältige und ausgewogene Ernährung beugte einen Mangel an Vitaminen vor.

 

Folsäure: Ein Muss für Schwangere

Wie schon beschrieben empfielt man besonders für Schwangere eine ausreichende Aufnahme von Folsäure. Hauptgrund ist das Auftreten von Neuralrohrdefekten, bei dessen Prävention Vitamin B9 eine entscheidende Rolle spielt.

Unbedeutend ist das nicht: Jährlich diagnostizieren Ärzte in Deutschland 700 bis 1000 Fälle von Neuralrohrdefekten. Um diese kindliche Fehlbildung zu verhindern sollten Schwangere vermehrt Folsäure aufnehmen.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Schwangere Leber als eigentlich reiche Quelle an Folsäure in der Schwangerschaft von ihrer Ernährung streichen sollten. Das reichlich enthaltene Vitamin A wirkt auf das Ungeborene schädlich.

Neuralrohrdefekt vorbeugen

Aus dem Neuralrohr entwickelt sich in der embryonalen Entwicklung das zentrale Nervensystem (ZNS). Also Rückenmark und Gehirn bilden sich aus dem Neuralrohr. Als Schaltstelle hat das ZNS eine besondere Bedeutung für die gesamte Funktion des Körpers.

Bei der Entwicklung des Kindes schließt sich das Neuralrohr normalerweise bereits nach drei bis vier Wochen nach der Zeugung. Da viele Frauen zu diesem Zeitpunkt noch nichts von ihrer Schwangerschaft wissen, wirkt sich dann der weit verbreitet Folsäuremangel negativ auf das heranwachsende Leben aus.

Ein Weg dem Vorzubeugen ist, dass Freuen unabhängig von einer Schwangerschaft besonders auf eine ausreichende Aufnahme von Folsäure achten. So tut man was Gutes für seinen Körper und ist gerüstet für eine mögliche Schwangerschaft.     

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